News
hier findest du die neuesten Informationen und Berichte rund ums Thema Schule als Arbeitsplatz
Lehrerversetzung in NRW: Fristen, Anträge und
wichtige Hinweise
Die Entscheidung, sich versetzen zu lassen, erfordert Planung und das Einhalten wichtiger Fristen. Das Lehrerversetzungsverfahren (LVV) für eine Versetzung zum 1. August muss bis spätestens 30. November des Vorjahres beantragt werden.
Eine Rückkehr aus der Elternzeit kann je nach Zeitpunkt die Teilnahme am Verfahren zum 1. Februar oder 1. August erfordern.
Auch für Lehreraustauschverfahren zwischen den Bundesländern gelten spezifische Fristen, zum Beispiel der 31. Juli für Versetzungen zum 1. Februar.
Lehrer*innen sollten zudem beachten, dass der Fächerbedarf und bestimmte soziale Gründe, wie die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen, die Chancen beeinflussen können. Die Prioritäten bei der Schulform und dem Ort sollten strategisch gewählt werden, denn eine Versetzung erfolgt möglicherweise nicht exakt an die gewünschte Schule, sondern in eine Schule der selben Form im ausgewählten Kreis.
Der Personalrat kann in Härtefällen unterstützen, indem er für die Freigabe des Versetzungswunsches eintritt. Doch Achtung: Der Antrag muss online gestellt und binnen einer Woche auch über den Dienstweg eingereicht werden. Mit einer Kopie mit Eingangsbestätigung bist du auf der sicheren Seite!
Für eine ausführliche Beratung steht dir der Personalrat zur Seite – informiere dich rechtzeitig und steigere so deine Chancen auf die Wunschversetzung!
Informationen zur Neutralität für Lehrkräfte
Wie neutral müssen Lehrkräfte sein?
Seit vielen Jahren hält sich der Trugschluss, dass Schulen und damit Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal inden Schulen neutral sein müssen, sich nicht kritisch mit Parteien auseinandersetzen oder ihre Meinung äußern dürfen. Gerade die – nach aktueller Auffassung des Verfassungsschutzes als rechtextremistisch eingestufte – AfD hat in den letzten Jahren durch Meldeportale und öffentliche Kritik an Lehrkräften starke Unsicherheiten geschürt, was erlaubt ist und was nicht und damit versucht, die Deutungshoheit über die Definition von Neutralität in ihrem Interesse zu gewinnen.
Den ganzen Beitrag findest du im PDF.
Sozialindex – Schwächung durch die Hintertür
Mit dem Bestandsschutz für Schulen in den Sozialindexstufen 6 hat die Landesregierung zwar an einigen Punkten Klarheit geschaffen, löst aber nicht das Grundproblem. Schulen, die neu in diese Stufen aufrücken oder sich innerhalb der Indexgruppen verändern, fallen durchs Raster. Dadurch entstehen ungleiche Zuschläge innerhalb derselben Indexstufe – aus unserer Sicht ein Widerspruch zum eigentlichen Ziel des Sozialindex. „Langfristig wird so der Sozialindex geschwächt, seine Steuerungswirkung ausgehöhlt und das Vertrauen der Schulen in eine faire Ressourcenverteilung untergraben. Schulen mit vergleichbaren Herausforderungen müssen auch gleichbehandelt werden, alles andere ist bildungspolitisch inkonsequent und sozial ungerecht“, so unsere Vorsitzende Ayla Çelik.
„Der Bestandsschutz mag kurzfristig beruhigen, aber er verhindert nicht, dass der Sozialindex langfristig ausgehöhlt wird. Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit dürfen nicht auf Zeit gewährt werden.“
Unsere Pressemitteilung zum Thema und einen ausführlichen Artikel zur Kritik der GEW NRW findet ihr auf unserer Website.
GEW NRW: Keine Abwicklung des Sozialindex!
GEW NRW: Land NRW plant radikale Kürzung beim Sozialindex
Alles zum Thema Wege in den Ruhestand
💡 Alles, was du über deinen Ruhestand wissen solltest! 💡
Der Übergang in den Ruhestand ist ein großer Schritt – und es gibt viele Möglichkeiten, ihn individuell zu gestalten. Hier sind einige wichtige Fakten, die du kennen solltest.
Klicke auf den Button und du gelangst zum Artikel von Ute Lorenz zu diesem Thema.
Künstliche Intelligenz im Schulkontext:
Chancen und Herausforderungen
In der Podcast-Folge „KI und Schule“ des Ministeriums für Schule und Bildung NRW spricht Dr. Tanja Reinlein, Abteilungsleiterin für Berufliche Bildung, Lehren und Lernen in der digitalen Welt, über die Integration von Künstlicher Intelligenz in den Schulalltag. Sie betont die Chancen, die KI für Lehrkräfte und Schüler bietet, und diskutiert gleichzeitig die Herausforderungen, die mit der Nutzung dieser Technologien verbunden sind Ralf Dolgner, Referatsleiter für Öffentlichkeitsarbeit, moderiert das Gespräch und stellt gezielte Fragen, um die Thematik zu vertiefen.
Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Schulalltag bietet zahlreiche Chancen, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, die nicht ignoriert werden dürfen. In der aktuellen Podcast-Folge des Ministeriums für Schule und Bildung NRW werden wichtige Aspekte beleuchtet, die für Lehrkräfte von Bedeutung sind.
Chancen durch KI Die Einführung eines Handlungsleitfadens für den Umgang mit KI-Anwendungen gibt Lehrkräften wertvolle Werkzeuge an die Hand, um den Unterricht zu bereichern. KI kann bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien unterstützen und die individuelle Förderung von Schülern erleichtern. Zudem wird die Chancengleichheit gefördert, indem alle Schüler Zugang zu diesen Technologien erhalten.
Herausforderungen im Datenschutz Ein zentrales Anliegen ist der Datenschutz. Die Verwendung von KI im Unterricht muss sicherstellen, dass die Daten der Schüler geschützt sind. Lehrkräfte sollten sich bewusst sein, welche Daten gesammelt werden und wie diese verarbeitet werden. Es ist entscheidend, dass klare Richtlinien und Regelungen für den Umgang mit sensiblen Daten etabliert werden, um Missbrauch zu verhindern.
Mangelnde Regelungen und technische Abhängigkeit Der Podcast macht deutlich, dass es an einheitlichen Regelungen für den Einsatz von KI in Schulen mangelt. Dies kann zu Unsicherheiten führen und die Akzeptanz der Technologie beeinträchtigen. Zudem besteht die Gefahr, dass Schulen von technischen Lösungen abhängig werden, was insbesondere in ressourcenschwachen Einrichtungen problematisch sein kann.
Fazit Die Diskussion über KI im Schulkontext ist notwendig und wichtig. Lehrkräfte sollten sich aktiv mit den Chancen und Herausforderungen auseinandersetzen, um die Vorteile der Technologie zu nutzen und gleichzeitig die Rechte der Schüler zu schützen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit KI ist unerlässlich, um eine positive Entwicklung im Bildungsbereich zu gewährleisten.
1: Podcast zur KI in Schulen 2: Handlungsleitfaden zum Umgang mit KI
Kritische Analyse der Haushaltsplanung 2025 des Landes NRW aus bildungspolitischer Sicht
Die Haushaltsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2025 zeigt auf den ersten Blick positive Entwicklungen im Bildungsbereich. Die geplanten Ausgaben für Bildung steigen um 2,1 Milliarden Euro, und es sollen 1.728 neue Lehrerstellen geschaffen werden. Auch die Finanzierung der Sprach-KiTas wird fortgesetzt, was grundsätzlich zu begrüßen ist.
Doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sich erhebliche Mängel seitens der Landesregierung:
- Der Anteil des Bildungshaushalts am Gesamthaushalt ist seit 2020 kontinuierlich gesunken und wird laut Prognosen weiter abnehmen. Dies steht im Widerspruch zur erklärten Priorisierung der Bildung durch die Landesregierung.
- Ein weiteres gravierendes Problem ist der anhaltende Lehrkräftemangel. Trotz der geplanten Erhöhung der Lehrerstellen bleiben viele dieser Stellen unbesetzt, was die Unterrichtsversorgung massiv beeinträchtigt. Die Landesregierung scheint hier bewusst das Volumen des Bildungshaushalts aufzublähen, wohlwissend, dass ein erheblicher Teil der Mittel nicht verausgabt wird und in den Gesamthaushalt zurückfließt.
- Zudem liegen die jährlichen Ausgaben pro Schüler in NRW um 900€ unter dem Bundesdurchschnitt. Um hier nur Mittelmaß zu erreichen, wären zusätzliche 2,3 Milliarden Euro notwendig. Diese Unterfinanzierung führt dazu, dass NRW im Ländervergleich bei der Bildungsfinanzierung schlecht abschneidet.
- Auch bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026 zeigt sich die Landesregierung unvorbereitet. Es fehlen gesetzliche Regelungen und Mindeststandards, was die Qualität der Ganztagsbetreuung von der Finanzkraft der Kommunen abhängig macht.
Die GEW NRW fordert daher eine nachhaltige und bedarfsgerechte Bildungsfinanzierung, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Schulen gerecht wird. Es ist an der Zeit, dass die Landesregierung ihren Worten Taten folgen lässt und Bildung wirklich zur Chefsache macht.
GEW beklagt "Mangelverwaltung" an Schulen
Als Schulnote bekäme die Landesregierung wohl eine glatte Fünf. Notengeber: die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Artikel auf WDR.de vom 19.08.2024
GEW: Arbeitsbedingungen an den Schulen so schlecht wie nie
Artikel auf STERN.de vom 19.08.2024
GEW NRW: Mutig und entschlossen handeln – weg vom Flickenteppich!
Artikel auf bildungsklick.de vom 19.08.2024
Danke für eure Unterstützung und Vertrauen bei den
PR Wahlen 2024!
Bei einer Wahlbeteiligung von knapp 36% haben wir es mit deiner Unterstützung geschafft zwei weitere Sitze in unserem Kapitel dazzugewinnen und haben jetzt 15 Sitze im Gremium! Ein toller Erfolg, Danke für deine Stimme!